Algerien

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Kameltrekking Essendilene

15tägige Reise mit 12tägigem Kameltrekking im Tassili n´Ajjer

Ab dem Berg Tazat bewegen wir uns 12 Tage lang mit unserem Kameltrek durch die Wüste nordwestlich von Djanet. Weite Sandebenen, Wadis mit Akazien, bizarre Felsen erwarten uns. Wir reisen vorbei an schwarzen Bergen durch die Essendilene-Schlucht, weiter über Bergpässe und durch Wadis bis zur phantastischen Landschaft von Tikoubaouine mit seinen Sandsteinformationen. An den letzten Reisetagen kommen wir bis zur Schlucht von Tilelene.

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Termine & Preise:
20.12.2020-03.01.2021  EUR 2390
07.03.2021-21.03.2021  EUR 2390
18.04.2021-02.05.2021  EUR 2390
28.11.2021-12.12.2021  EUR 2390
19.12.2021-02.01.2022  EUR 2390

EZelt für Einzelreisende gratis
Rail&Fly (Zug zum Flughafen):  EUR 60

Teilnehmer:
min. 6 - max. 12 Personen (Gruppenreise)
Die Mindestteilnehmerzahl bei dieser Reise beträgt 6 Personen. Sie muss bis 21 Tage vor Reisebeginn erreicht sein, eine Absage ist bis dahin möglich.

Leistungen:
Linienflüge mit Air Algérie in der Touristenklasse Frankfurt-Algier-Djanet-Algier-Frankfurt; Alle Transfers im Zielgebiet; Vollverpflegung; Tour mit Kamelen laut Ausschreibung; Übernachtungen in Zelten oder unter freiem Himmel; Mitreisender Koch; Campingausrüstung (Iglu-Zelte, Schaumstoffmatten etc.); Küchenausrüstung (Geschirr, Besteck etc.); Satellitentelefon; Betreuung durch Tuareg-Mannschaft; Deutschsprechende Reiseleitung

Nicht enthalten:
Visumgebühren für Algerien

Anforderungen:
Abenteuerlust, Toleranz, Flexibilität und Komfortverzicht. Tagesetappen von ca. 4-6 Stunden. Teilstrecken werden zu Fuß zurückgelegt. Tagestemperaturen von ca. 20-28° bei Höhen von ca. 900-1100 m.

Mobilitätshinweis:
Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass diese Reise grundsätzlich für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet ist. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an, evtl. können wir eine Lösung finden.

CO2 Kompensation

Tourverlauf:

1. Tag
Frankfurt – Algier – Djanet
Hinflug am Nachmittag von Frankfurt am Main nach Algier. Empfang durch unseren Mitarbeiter in Algier, Transfer zum nationalen Flughafen und Weiterflug nach Djanet am späten Abend. Ankunft in der Nacht und Transfer zum nahen Nachtlager in der Wüste. Erste Übernachtung in der Wüste in Zelten.

2. – 14. Tag
Kameltrekking durch die Wüste
Am Vormittag des 2. Reisetages Fahrt mit Geländewagen nach Djanet, einer Wüstenoase, die ca. 2000 km von Algier entfernt im äußersten Süden Algeriens liegt. Hier leben zahlreiche Tuareg und andere ethnische Gruppen – Djanet ist die Hauptstadt des Ajjer. Wir erledigen die vorgeschriebenen Anmeldeformalitäten beim Nationalpark und fahren von dort aus weiter zum Treffpunkt mit den Kamelen und den Kamelführern, die wir am Nachmittag in einem Wadi nahe dem markanten Berg Tazat treffen. Hier lernen wir unsere Tuaregbegleiter mitsamt ihren Kamelen kennen.

Die hervorstechendste Eigenschaft der Kamele der Tuareg ist ihre auffällige Eleganz, mit der sie sich deutlich von den Kamelen der arabischen Nomaden Nordafrikas unterscheiden. Die Kamelzucht hat bei den Tuareg eine lange Tradition, da bereits ihre altlibyschen Vorfahren Kamelzüchter waren. Da seit 1000 Jahren die Austrocknung der Sahara so weit fortgeschritten ist, dass Pferde oder Ochsen als Transportmittel nicht mehr in Frage kommen, wäre die Sahara ohne das domestizierte Kamel seit mindestens 1000 Jahren eine menschenleere Wüste. Das über 2000 Jahre lange enge Zusammenleben der Menschen mit den Kamelen hat die Erfahrung beiderseits geprägt und ist Basis der Tierhaltung bei den Tuareg. Ein jeder Hirte (ab 14 Jahren sind die männlichen Kinder der Nomaden für das Hüten der Kamele verantwortlich) muss gewissenhaft lernen, darauf zu achten, ob die Weide am Morgen feucht von Tau oder trocken ist, ob die Pflanzen „heiß“ oder „kühl“ sind, welche Gräser und Kräuter „die Kamele fett machen“ „oder nur den Bauch füllen“. Dementsprechend bekommen die Kamele Wasser oder eben in gar keinem Fall Wasser, weil die Gefahr tödlich endender Blähungen besteht. Die Tuareg kennen über 600 Pflanzen namentlich, davon sind 60 bis 80 Futterpflanzen, deren Eigenschaften ein guter Kamelhirte genau kennt.

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Unsere Kameltreiber sind auch Kamelzüchter, verfügen über spezielle Kenntnisse über Vererbung und Paarungsverhalten und wissen, dass eine erfolgreiche Zucht die gezielte Auswahl von Stuten und Bullen erfordert. Die Zuchtziele der Tuareg sind aber durchaus verschieden. Bei den Kel Adrar-Tuareg in Mali, bei denen die Milchproduktion im Vordergrund steht, wird vor allem auf hohe Milchleistung hin gezüchtet. Die Kel Aïr-Tuareg im Niger, für die der Karawanenhandel von entscheidender Bedeutung ist, züchten robuste und ausdauernde Lasttiere. Die Tuareg aus Algerien sind berühmt für die Zucht und Dressur hervorragender Reitkamele, der Mehari. Nicht nur bei der Auswahl ihrer Reitkamele legen die Tuareg großen Wert auf eine elegante Erscheinung, sondern auch beim Kauf der Kamelsättel. Die bei den Tuareg üblichen Reitsättel für die Kamele gleichen kaum den in Europa bekannten Reitsätteln für Pferde. Vor dem Höcker des Dromedars wird der Sattel auf kleinen Satteldecken mittels eines Bauchgurts sicher festgezurrt. Die Sättel bestehen aus mit Leder verkleidetem Holz und sind teilweise mit reicher Ornamentik zu kleinen Kunstwerken geschmückt. Mit einigen Decken aufgepolstert, können wir auf diesen Sätteln wohl eher thronend denn sitzend den Ritt auf unseren Kamelen genießen.
Am 3. Reisetag beginnen wir unsere Reise mit unserer Karawane. Über weite Strecken der Tour kann geritten werden, bei einigen steinigen oder schwierigeren Passagen steigen wir alle ab und gehen Abschnitte zu Fuß, so dass die Wander- bzw. Laufschuhe immer am Sattel parat sein sollten. Wer möchte kann natürlich auch laufen oder abwechselnd reiten und laufen. Je nach Lust und Laune. Während der Tage des Kameltrekkings werden wir ein Begleitfahrzeug für die Küche dabei haben, das wir aber nur am Mittag- und am Abendplatz treffen werden. Da ein Transport zum nächsten Krankenhaus mit dem Auto schneller geht als mit einem Kamel dient dieses Fahrzeug auch der Sicherheit, falls jemand krank wird.

Mit unserer Karawane und unseren Tuaregbegleitern, die alle hier geboren und aufgewachsen sind, bereisen wir in diesen Tagen ein wunderschönes und abwechslungs-reiches Gebiet aus Sand und hohen Felsen. Wir erreichen bald das grüne Tal von Essendilene und unternehmen an dessen Ende eine kleine Wanderung durch eine Schlucht. Von Essendilene geht es über einen Pass durchs Gebirge und wir erreichen das dahinter liegende Wadi voller Akazien. Nach einem weiteren kurzen Pass kommen wir in die Schlucht von Tadat n’Aidi und gelangen dann ins Wadi Ell mit seinen hohen Felsen, grünen Tamarisken und weichem Sand. Von hier aus führt unser Weg in die Gassen von Tikoubaouine mit seinen zahlreichen bizarren Felsformationen aus Sandstein. Unser nächstes Ziel ist Tilelene wo wir auch einige alte Felsbilder besichtigen können. In der Nähe von Djanet endet unsere Reise.

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Wir sind jeden Tag jeweils ca. 2½ bis 3 Stunden am Vor- und am Nachmittag unterwegs. Gelegentlich unternehmen wir an den Nachmittagen auch kleine Wanderungen mit unserem Tuareg-Führer um interessante Stellen zu entdecken, die nicht direkt auf unserem Karawanenweg liegen. Wir befinden uns in einer der typischen Landschaften des Tassili n’Ajjer und bewegen uns in einer Höhe von 900 bis 1100 Metern. Hier hat der Wind im Laufe der Jahrmillionen seltsame Formationen und Figuren aus den Felsen geschaffen. Eine abwechlungsreiche Landschaft aus Sandsteinformationen, Schluchten und viel Sand. Aber auch Menschen haben ihre Spuren auf den Felsen hinterlassen. So sehen wir in diesem Gebiet auch einige wenige Gravuren und Malereien, die davon zeugen, dass die Sahara einst grün und fruchtbar war. Heute ist diese Gegend eher lebenfeindlich. Nur einige wenige Tuareg-Nomaden trotzen bis heute den Naturgewalten und versuchen ihr traditionelles Leben in der Wüste zu bewahren. In Begleitung von Angehörigen dieses zähen Nomadenvolkes erleben wir in diesen Tagen diese Wüstenlandschaft.

In dem Gebiet von Tissras nahe der Oase Djanet geht unsere Reise zu Ende – so heißt es: Abschied nehmen von unseren umsichtigen Kameltreibern und „unseren“ inzwischen vertrauten Dromedaren, die wir nach der gemeinsamen Zeit sicherlich – der eine mehr, der andere weniger – vermissen werden. Am Vormittag der 14. Reisetages fahren wir nach Djanet. Nachdem wir in Djanet unsere letzten Einkäufe erledigt haben, kehren wir zu unserem Lager zurück wo unser Koch mit dem Mittagessen auf uns wartet. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung um zu packen und in Ruhe Abschied zu nehmen. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen fahren wir am späten Abend zum Flughafen von Djanet. Abschied von unserer Mannschaft. Inlandflug von Djanet nach Algier (F, ME, AE).

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15. Tag
Djanet – Algier – Frankfurt
In den ersten Morgenstunden Ankunft in Algier. Empfang durch unseren Mitarbeiter vor Ort und Transfer zum Internationalen Flughafen von Algier. Rückflug nach Frankfurt (F).

Veranstalter:
Kooperationspartner

Das Anmeldeformular Anmeldeformular als PDF finden Sie hier.

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