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Oman

Marhaban

Kameltrek Rub al-Khali

15tägige Reise mit 7tägigem Kameltrek in den Dünen des Leeren Viertels

Zu den Höhepunkten zählen:
intensives Erlebnis der Wüste mit Beduinen; viel Zeit zum Erleben und Genießen; kurze Reit- und Wanderetappen in einem Sandmeer aus faszinierenden Dünen; unvergessliche Sonnenuntergänge; Abende am Lagerfeuer und unter dem Sternenhimmel

Termine und Preise:
Derzeit können wir diese Reise leider nicht mehr anbieten können.

Teilnehmer:
min. 6, max. 12 Personen

Leistungen:
Linienflüge mit Oman Air, Emirates oder vergleichbaren Linienfluggesellschaften ab/bis Frankfurt am Main; Inlandsflüge Salalah-Muscat-Salalah mit Oman Air; alle Transfers im Zielgebiet; 3 Übernachtungen in Mittelklasse-Hotels mit Frühstück; 10 Übernachtungen in Zelten oder auf Wunsch unter freiem Himmel; Wüstentour mit Kamelen und zu Fuß (ein Reitkamel pro 2 Teilnehmer); 10mal Vollverpflegung von Tag 3 bis Tag 12; einheimische Begleitmannschaft; deutschsprechende Reiseleitung

Nebenkosten:
Visagebühren (ca. EUR 48); Mittag- und Abendessen an den Tagen in den Hotels (Tag 2, 13 und 14, ca. EUR 8-10 pro Mahlzeit); Trinkgelder

Anforderungen:
Abenteuerlust und Komfortverzicht. Tagesetappen von ca. 3 – 5 Stunden. Tagestemperaturen von ca. 20 – 35° bei Höhen von ca. 10m – 300m.

Tourverlauf:

1. Tag
Frankfurt – Muscat
Hinflug am Abend von München (Frankfurt auf Anfrage) nach Muscat, der Hauptstadt des Sultanats Oman. Oman entspricht in seiner Fläche in etwa der Größe Deutschlands, hat aber nur ca. 3 Millionen Einwohner insgesamt, von denen allein 1 Million im erweiterten Großraum der Hauptstadt Muscat leben.

2. Tag
Muscat – Salalah
Ankunft am Morgen in Muscat und ca. einstündiger Weiterflug nach Salalah im Süden. Wir landen in der Dhofar-Region und beziehen unser Hotel. Nach einer Erholungspause können wir auf einem Rundgang einen ersten Eindruck von Salalah bekommen. Hotelübernachtung.

3. Tag
Salalah – Mirbat
Nachdem wir gut gefrühstückt haben, verlassen wir Salalah in östlicher Richtung. Früher wuchsen hier in der Region um Salalah Weihrauchbäume und das intensiv duftende Baumharz wurde auf schwer beladenen Karawanen zum Mittelmeer transportiert. Da das Harz sehr kostbar war, kam die Region zu großem Reichtum. Spuren dieser prachtvollen Vergangenheit aus der Zeit der Hochblüte des Weihrauchhandels sind auch heute zum Teil noch zu sehen. Es geht über Wadi Darbat, wo wir viele Kamel-, Esel- und Ziegenherden sowie andere Tiere sehen können. Entlang der Weihrauchstraße gelangen wir zur Festung von Taqah und von dort zum Hafen von Mirbat, der früher eine bedeutende Rolle im Seehandel spielte. Wir fahren eine kurze Strecke und schlagen unser Nachtlager an einem einsamen Strand auf, wo nur die Geräusche des Wassers und des Windes zu hören sind (F, ME, AE).

4. Tag
Mirbat – Shisr – Leeres Viertel
Heute verlassen wir das Meer und gelangen zu einem anderen, einem „Meer ohne Wasser“. Mit unseren Geländewagen fahren wir in nördlicher Richtung bis wir die Stadt Thumrayt erreichen. Hier beginnt die Piste, die nach Shisr, dem alten Ubar führt. Das mitten in der Wüste gelegene und in der Bibel und im Koran erwähnte Ubar soll um 2800 v. Chr. eine sehr reiche Stadt gewesen sein und war aufgrund des Vorhandenseins von Wasser in einer lebensfeindlichen Wüste ein wichtiger und bekannter Knotenpunkt für Karawanen, die Gewürze, Weihrauch und Kupfer transportierten.
Der Brite Bertram Thomas hat im Jahr 1932 mit Hilfe seiner arabischen Begleiter als mutmaßlich erster Europäer die verlorenen Wüstenstadt lokalisiert. Die ersten Ausgrabungen wurden aber erst 1992 realisiert. Heute heißt Ubar Shisr und ist ein sehr kleiner Ort, der in der Nähe der Ruinen gebaut wurde.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Ruinen von Ubar geht es tiefer in die Sandwüste der Rub al-Khali. Mit ihren gut 650.000 qm Gesamtfläche ist die Rub al-Khali die größte zusammenhängende Sandwüste der Erde. Sie bedeckt etwa ein Viertel der Arabischen Halbinsel und reicht von den Vereinigten Arabischen Emiraten bis weit nach Saudi-Arabien hinein und erstreckt sich bis in Oman und nach Jemen. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir hohe Dünen und suchen einen geeigneten Übernachtungsplatz im Sand. Da der Sand hier sehr weich ist, werden wir sicherlich auf unserem Weg das ein oder andere Mal stecken bleiben (F, ME, AE).

5.-11. Tag
Kameltrekking im Leeren Viertel
Am heutigen Tag treffen wir uns mit den Kamelen, den einhöckrigen Dromedaren, und ihren Betreuern und verbringen von nun an die kommenden sieben Tage gemeinsam. Der erste Karawanentag dient dem "Einlaufen" und dem Aneinander gewöhnen von Mensch und Tier. Unser Kameltrekking soll nicht mit "europäischem" Leistungsdruck, sondern im sanften Rhythmus der Wüste stattfinden.
Vor dem Beginn der Wüstenwanderung bekommen wir eine erste Einführung wie man reitet und mit diesen „Wüstenschiffen“ umgeht, vor allem Auf- und Absteigen aber auch wie man das Kamel lenkt und wie man es zum Aufstehen und Hinlegen motivieren kann. Diese Kenntnisse sind schnell von jedem zu erlernen, zusätzliche Vorkenntnisse oder Erfahrung mit den Kamelen braucht man dafür nicht. Ein Dromedar steht zwei Reisenden zum Reiten zur Verfügung, aber natürlich nur abwechselnd, so dass eine gewisse Absprache erforderlich ist. Im Zweifelsfall entscheidet der Reiseleiter über die Einteilung.
Jeder kann sich entscheiden zu laufen oder zu reiten oder einen Teil der Strecke zu laufen und einen Teil zu reiten. Man kann – wenn man möchte – auch die ganze Zeit des Kameltrekkings laufen. Die Tagesetappen sind nicht anstrengend und betragen ca. 2 Stunden am Vormittag und ca. 2 Stunden am Nachmittag, manchmal und besonders in schönen Gebieten wird nur am Vormittag oder am Nachmittag geritten, damit Zeit für Erkundungen auf kleinen Spaziergängen bleibt. Wir werden während dieser Tage mit den Kamelen zur Sicherheit von einem Geländewagen begleitet, für den Fall, dass einmal jemand nicht mehr reiten oder laufen kann oder will. Den Wagen treffen wir jeweils am Mittag- und Abendplatz.
Auf dem Kamel und/oder zu Fuß entdecken wir die faszinierende Dünenlandschaft des Leeren Viertels im großen Sandgebiet des Ramlat al Hashman. Wir lassen die lärmende Welt hinter uns, richten unseren Blick nach vorne und wandern in die unendlich scheinende Weite der Wüste Arabiens. Wir ziehen als Karawane mit unseren Dromedaren und Begleitern durch einsame Gebiete von einer Dünenansammlung zur nächsten. Einige Dünen sind sehr hoch, andere eher niedrig, dazwischen gibt es Passagen, auf denen wir mit den Dromedaren wandeln können. Die uns umgebende Landschaft ist in diesen Tagen naturgemäß sehr trocken, aber manchmal finden wir auch einige grüne Bäume und Pflanzen. Wir fassen Schritt für Schritt achtsam Fuß und schlagen am Ende der Tage in den herrlichen Dünen unsere Zelte für die Nacht auf. Wir erleben Sonnenuntergänge im Sandmeer und übernachten unter dem eindrucksvollen Sternenhimmel des Orients.

Rub al-Khali   Rub al-Khali   Rub al-Khali

Als erster Europäer, der Mitte der 1940er Jahre die Rub al-Khali mit Hilfe von Beduinen gänzlich durchquerte, gilt Wilfred Thesiger, ein durchaus als etwas kauzig und exzentrisch zu bezeichnender englischer Forscher. Thesiger wurde 1910 als Sohn eines englischen Diplomaten in Addis Abeba geboren und verbrachte seine Kindheit auf dem afrikanischen Kontinent. Nach Beendigung seines Studiums arbeitete er für die britische Kolonialverwaltung im Sudan und bereiste in den darauffolgenden Jahren zahlreiche weitere Länder auf abenteuerliche Art und Weise, so z.B. Pakistan, Persien, den Irak und Kenia, wo er dann längere Zeit lebte. Mitte der 1990er Jahre kehrte er nach England zurück, wo er 2003 in London verstarb. Seine 1959 erschienenen Reiseberichte „Arabian Sands“, die auf Deutsch unter dem Titel „Die Brunnen der Wüste – Mit den Beduinen durch das unbekannte Arabien“ verlegt wurden, beschreiben neben der landschaftlichen Schönheit der Wüste Rub al-Khali auch die sich aus seiner Sicht immer mehr auflösende Kultur der Nomaden.
Wir werden diese Wüste auf den Spuren Thesigers erfahren und schlagen unsere Nachtlager an verschiedenen Stellen in diesem Ozean ohne Wasser auf. Wir erhalten dank unserer Begleiter Einblicke in das Leben der Menschen in Oman. Sprachmelodien, Gestik, die Art sich zu bewegen, das Lachen, die köstlichen Gerüche der Mahlzeiten, die Stille um uns und die Weite und der unendliche Sternenhimmel lassen diese Tour sicherlich zu einem sinnlichen und unvergesslichen Erlebnis werden. Am Abend des 11. Reisetages sitzen wir ein letztes Mal in der Wüste am Lagerfeuer und können den Himmel betrachten. Die Sternbilder tragen hier so schöne Namen wie: "Der Mann, der die Kamelstute Mohammeds tötete" oder "die drei Frauen, die während des Ramadan aßen" (F, ME, AE).

12. Tag
Rub al-Khali – Al Mazyunah – Al Fazayah
Nach mehreren Tagen in der Wüste verlassen wir heute die Dünen der Rub al-Khali und fahren in südliche Richtung parallel zur jemenitischen Grenze. Über die Grenzstadt Al Mazyunah, wo wir eventuell noch einmal tanken, geht es weiter über Muday und Aydam. Unterwegs halten wir für ein Mittagessen, bevor wir über Jabal al-Qamar, den „Mondberg“ die Küste des arabischen Meeres beim Fischerort Mughsayl erreichen. Von dort aus fahren wir eine kurze Strecke und schlagen zwischen bizarren Felsen im hellen Sand des Al Fazayah Strands unser letztes Zeltlager auf (F, ME, AE).

13. Tag
Al Fazayah – Salalah
Nach dem Frühstück am Strand geht es über gute kurvenreiche Straße durch das Gebirge nach Salalah. Unsere Begleiter halten auf dem Weg bei Weihrauch-Bäumen um uns zu zeigen, wie auch heute noch der Weihrauch gewonnen wird. Gegen Mittag erreichen wir Salalah und beziehen unser Hotel. Am Nachmittag bummeln wir durch den Souk und tauchen ein in eine Märchenwelt des Weihrauchs, der Dufthölzer und Essenzen, die hier überall auf dem Markt angeboten werden. Im Anschluss gehen wir in die Neustadt wo auf dem Markt Gold, Silber und viele glänzende Stoffe zu sehen sind. So die Zeit bleibt, können wir in einem der üppigen Gärten mit tropischen und exotischen Obstbäumen noch eine erfrischende Kokosmilch genießen. Am Abend kehren wir zurück zum Hotel (F).

14. Tag
Salalah
Nach dem Frühstück besichtigen wir die Ausgrabungsstätte al Baleed und das Weihrauch-Museum. Auf einem Rundgang durch dieses Museum gewinnen wir einen Einblick in die reiche Vergangenheit Omans und der Dhofar-Region. Vor allem über die Bedeutung des Weihrauchs, den Seehandel, den Schiffbau, aber auch über die Moderne Omans können wir hier viel erfahren. Der letzte Nachmittag in Oman steht in Salalah jedem zur freien Verfügung. Da sich nun jeder in der Stadt orientieren kann, kann wer will auf eigene Faust oder in Begleitung eines der Fahrer nochmals in die Stadt gehen oder einfach im Hotel oder am Strand entspannen. Hotelübernachtung (F).

15. Tag
Salalah – Muscat – Frankfurt
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück Transfer zum Flughafen von Salalah und Inlandsflug nach Muscat. Umsteigen am Flughafen Muscat und Rückflug nach Frankfurt am Main. Ankunft am frühen Abend (F).

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